• AvP 2 - Review
  • Die Entwickler von Monolith haben da wirklich ein kleines Schmuckstück geschaffen. Es ist ihnen endlich gelungen die herzerdrückende Atmosphäre der Filme auf ein Game zu übertragen und dem Spieler so das Gefühl zu vermitteln "dabei zu sein". So gibt es zum Beispiel zahlreiche Schock-Szenen, die man eigentlich von Titeln wie Resident Evil oder Dino Crisis gewöhnt ist. Den Spieler erwartet eine andere Welt. Eine Welt, in der nur das Überleben zählt. Man sollte sich genau überlegen, ob man wirklich bereit ist, sich dieser Herausforderung zu stellen ;) .

    Wie ihr euch sicherlich denken könnt, liegt AvP 2s große Stärke in der Vermittlung der Atmosphäre. Dunkle Gänge, schaurige Sounds und hungrige Aliens sind nur einige Beispiele für das, was euch erwartet. Die größte Schwäche ist leider die zum Teil grobkantige Grafik, fällt aber nicht weiter auf, da das drum herum den Minuspunkt aufhebt! Wer glaubt durch die Demos genügend auf das Spiel vorbereitet zu sein, der darf sich auf eine Überraschung freuen.

    Wie bereits beim Vorgänger, habt ihr auch in Teil 2 die Möglichkeit als einer der drei hochmotivierten Charaktere euren Mann zu stehen. Die Rede ist natürlich vom Alien, Marine(Menschen) und Predator.

    Um die Geschichte zu begreifen, ist es äußerst wichtig auf die Zeitangaben während des Spielens zu achten. So wird beispielsweise in der Predator Kampagne ein Ausschnitt von einer Jagd von vor 19 Jahren gezeigt.


    Die Alien Kampagne:
    Datum: November 2230
    Ort: LV-1201. Irgendwo an Bord eines Cargo-Frachters
    Primärziel: Schutz der Königin
    Sekundärziel: Überleben

    Sie ist der eigentliche Dreh- und Angelpunkt dieses Spieles. Jegliche Zeit- beziehungsweise Datumsangaben werden auf den Tag eurer "Geburt" bezogen. Einleitender Weise sieht man in einem Flashback was einige Tage zuvor geschehen ist. (Wer dies doch noch nachlesen möchte, nimmt bitte den Link zur Story.)

    Dein Weg beginnt als einsamer Facehugger. Diese possierlichen Tierchen sind zwar nicht ganz so groß wie ihre Brüder dafür aber recht agil. Wer sich ein bisschen in den Alien Filmen auskennt, der weiß, dass diese Wesen einen Wirt brauchen, um sich "weiterzuentwickeln". Nach einer erfolgreichen "Implantation" der Eier stirbt der Facehugger und der Spieler schlüpft in die Rolle des Chestbursters. Wie der Name schon sagt, muss man sich aus dem Inneren des Opfers gewaltsam befreien und sich dann auf den Weg zur ausgewachsenen Drohne machen. Traditionsgemäß stirbt der Wirt bei deinen "Ausgrabungsarbeiten". Auf seiner Reise begegnet man Massen von gestressten Menschen, synthetischen Androiden und Predatoren.

    Die Alien Kampagne ist am ehesten für den Einstieg zu empfehlen und ist auch vom Schwierigkeitsgrad leichter zu bewältigen als die anderen Beiden.


    Die Marine Kampagne:
    Datum: 6. Januar 2231
    Zeit: +6 Wochen nach dem "Vorfall"
    Ort: Landeplatz in der Nähe der Forschungseinrichtung

    Das Leben eines Marine ist nicht leicht. Ständig versucht ein durch die Luft fliegendes Vehikel unsereins zu erschlagen und die sabbernden Aliens sind auch noch da. Was liegt dem näher als sich mal als Alienqueenjäger zu versuchen? Wie schon mal erwähnt, befindet man sich eigentlich auf einer Sicherungsmission WENN nur nicht soviel schief laufen würde. Und so wird aus der Sicherungsmission der reinste Überlebenskampf.

    Als Marine wird man von einem Landungsschiff in der Nähe der Forschungsstation abgesetzt um die Lage vor Ort wieder unter Kontrolle zu bekommen. Doch unerhofft kommt oft. Wenn man sich auf etwas verlassen kann, dann darauf, dass etwas Unvorhersehbares geschieht ;). Unversehens steht man plötzlich alleine da und um dich herum tobt die Schlacht ums Überleben.

    Seid nicht allzu überrascht, wenn ihr euch plötzlich dabei ertappt, wie ihr paranoid auf den Bewegungsmelder schielt und alle zwei Sekunden den Spielstand sichert :D.

    Die Marine Kampagne ist meiner Meinung nach die atmosphärisch gelungenste.


    Die Predator Kampagne:
    Datum: 1. Dezember 2230
    Zeit: +6 Tage nach Ankunft der Marines
    Ort: Die Canyons 3 km südlich der Aussichtsplattform

    Das Wort Jäger scheint im Bezug auf den Predator endlich Einzug erhalten zu haben. Bevor jemand laut aufschreit: DAS STIMMT DOCH GAR NET, möchte ich erklären, dass damit das Game in Bezug auf seinen Vorgänger gemeint ist. Während der Predator im ersten Teil des SF-Megashooters noch eher einen defensiven Part gespielt hat, darf man sich in Teil Zwo völlig auf die Jagd konzentrieren.

    Das Leben ist doch schön. Eure Trophäen sind praktischerweise auf Körper montiert, die ziellos durch die Wildnis laufen. Wie niedlich! Kaum um einige Trophäen schwerer, müsst ihr mit ansehen, wie zwei eurer Clanbrüder bewusstlos davongetragen werden. Auf eurer Suche nach diesen beiden, stolpert ihr natürlich ebenfalls in eine Falle. Doch ein unerwarteter Verbündeter hilft euch heraus. Frei, jedoch ohne Ausrüstung, darf man sich jetzt durch die engen Gänge der Station kämpfen. Doch genug davon, darf doch nicht alles preisgeben ;D !


    Mein Eindruck:
    Grafik: 85%
    Sound: 99,99%
    Spielspass: 100%

    Urteil: Uneingeschränkt EMPFEHLENSWERT! Sofort krallen, wenn möglich.

    Fazit: AvP2 ist, ganz unmissverständlich ausgedrückt, einfach nur GEIL. Wie schon GeekGirl von Geek Girl's Guide 2 Games sagte: " If you liked the demo, you'll want to marry the full game"!


    By gaemer