• Sonstiges - Fan Stories: Shit Happens... #1
  • Shit Happens...

    Warum müssen wir immer die Drecksarbeit für diese infantilen Schwachköpfe von der Forschungsabteilung machen? Sollte es ihnen nicht klar sein, das sich eine so feindliche Spezies nicht von uns Unwissenden beherrschen lässt. Jetzt werden sie kommen, um uns zu holen. Und Chaos verschlang das Land und es gabahr Kreaturen von jenseits dieser Welt; das Chaos besass Zähne und Klauen und es kam uns zu holen...

    ...DEIN Leben beginnt hier, in einem engen, unwirklichen, in rubinrotes Licht gehüllten Korridor - welch' eine Ironie. Deine Mission? Unwichtig. Wirf deine Grundsätze überbord. Nur das Überleben zählt. Also setzt du dich in Bewegung. Im Stich gelassen und doch nicht allein...
    Eine Stimme in deinem Kopf drängt dich weiter, immer vorraus, weg von den schrecklichen Ereignissen, die dich in diese Lage gebracht haben (Stich: Story ). Nur von diesem Gedanken getrieben, zwingst du dich durch diese Hölle, vorbei an schrecklich zugerichteten Leichen und Schreien, die von überall zu kommen scheinen und doch keinen körperlichen Ursprung haben. Der Tod trägt Schwarz.
    Endlich, nach unzähligen Gängen und geschlossenen Türen, nimmst du erste Lebenszeichen wahr. Zwar ist es nur das monotone Leuchten eines, verquerterweise, intakten Laptops, aber er scheint dich doch von dem Loch im Boden abzulenken, dessen Inneres dir den Ausblick auf einen Lagerraum einige Stockewerke unter dir gewährt. Die Geräusche im Hintergrund verschwimmen zu einer Erinnerung als du darüber nachdenkst, wie du am sichersten nach unten gelangst. Ein paar Meter unter dir liegt eine Vorratskiste, die dir ermöglicht zuerst eine Etage tiefer, dann nach ganz unten zu gelangen. Ein brennender Schmerz und der Geruch verbrannter Haut schleudern dich in die Realität zurück. Du musst beim Abstieg dem Rand des Loches zunahe gekommen und so mit der teilweise getrockneten ätzendgrünen Substanz in Berührung gekommen sein. Zum Glück scheint die Verletzung mit einem Griff in den Erste-Hilfe-Koffer nicht mehr vorhanden zu sein. Dein Weg führt dich an zahllosen Frachträumen vorbei zum Generatorraum. Dir fällt ein, dass ein Teil deiner Aufgabe darin bestand, die Stromversorgung in diesem Areal wiederherzustellen. Dieser Raum scheint stark umkämpft gewesen zu sein. Überall finden sich zahlreiche Einschusslöcher - aber wo sind die Überlebenden, Verletzten des Kampfes; alle Tod? Diesen Gedanken im Hinterkopf, machst du dich daran, den Generator wieder zum laufen zu bekommen. Die ganze Sache scheint sich nicht schwierig zu gestalten. Irgendjemand hat die Reparaturen bereits fast vollendet.
    Mit einem kleinen Funkenregen erwacht die Maschiene zum Leben. Die dunklen Gänge scheinen für einen Moment, ihren Schrecken zu verlieren. Doch noch etwas anderes scheint, mit dem Generator, erwacht zu sein. Kennst du das Gefühl beobachtet zu werden? Das Gefühl wenn Schatten auf einmal ein seltsames Eigenleben entwickeln und du WEISST, dass dies jener Augenblick ist, der sich unaufhaltsam seinen Weg zu dir gebahnt hat um dich jetzt heimzusuchen. Jetzt wird sich zeigen, ob dein Leben dir etwas wert ist.
    Ein metallenes Geräusch zerschneidet die Luft hinter dir, als eine Abdeckung über dir mit einem dumpfen Knall auf den Boden fällt und der jetzt sichtbare Luftschacht etwas dunkles, zähnefletschendes Etwas gebährt. In Bruchteilen einer Sekunde baut es sich, relativ anmutig, vor dir auf. Die Zeit verliert plötzlich ihre Bedeutung, als du ohne nachzudenken reagierst und das Biest mit deiner Pumpgun anpeilst. Wie im Zeitraffer macht die Kreatur einen Satz in deine Richtung. Dein Finger krümmt sich um den Abzug und im selben Augenblick spuckt dein Lauf feuer. Du hörst ein Geräusch wie von einer überreifen Melone, die platzt, als sich der Körper deines Angreifers in Einzelteile verwandelt und sich, von dir weg, sauber im Raum verteilt. Ist das etwa Befriedigung die in dir aufkommt? Oder nur die Einsicht dem Tod um ein paar Sekunden herausgezögert zu haben? Shit happens...

    Verstehe, das Universum bedeutungslos, das Leben ist bedeutungslos. Der Tod ist das einzige, das einen Mann am Leben hält...

    Autor: Gaemer